Museum für Angewandte Kunst Frankfurt:
Seit 2009 sorgt das come closer / sustainable designforum hier mehrere Male im Jahr für inspirierende Impulse. Experten aus Design, Architektur, Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft nehmen in Vortrag und Diskussion Stellung zu Fragen nachhaltiger Entwicklung.

Idee und Ziel

Das „come closer / sustainable designforum” ist eine von Designern ins Leben gerufene Non-Profit-Initiative. Sie fokussiert die ökosozialen Dimensionen wirtschaftlichen Handelns. In einem neuartigen Veranstaltungstypus werden Vortrag, Diskurs, Film, Literatur und Ausstellung zusammengeführt. Renommierte Experten, Vor- und Querdenker aus Design, Architektur, Kunst, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nehmen Stellung zu Fragen nachhaltiger Entwicklung.

Das „come closer / sustainable designforum” hat sich als interdisziplinäre Plattform weit über die Designszene hinaus etabliert. Die Events des Forums spüren aktuelle gesellschaftliche Strömungen auf und bieten zukunftsweisenden Ideen, mutigen Initiativen und beispielhaften Unternehmensmodellen ein öffentliches Forum.

„Wir gestalten täglich mit unserer Arbeit Umwelt, wir geben ihr diese oder eine andere Form – im ökologischen wie im sozialen Sinne. Der Held oder die Heldin unserer Veranstaltungen ist das „oder anders“ – Spiel- und Möglichkeitsräume für ein neues Denken und Handeln…“

Mission statement

Designer bilden die Schnittstelle zwischen Unternehmern und Verbrauchern. Sie haben Einfluss auf Auswahl und Verarbeitung von Materialien, auf Produkt- und Kommunikationskonzepte. Und gerade darum kann und sollte man über Design auch kritisch nachdenken.

Come closer will diesen kritischen Diskurs über Gestaltung in Gang bringen, um bei Kreativschaffenden und Unternehmern ein Bewusstsein für die besondere Verantwortung zu schaffen, die ihnen aufgrund ihrer Stellung im Markt zukommt. Diese Verantwortung ist ein Privileg. Wir gestalten täglich mit unserer Arbeit Umwelt, wir geben ihr diese oder eine andere Form – im ökologischen wie im sozialen Sinne.

Der Held oder die Heldin unserer Veranstaltungen ist das „oder anders“ – Spiel- und Möglichkeitsräume für ein neues Denken und Handeln auf dem Weg zu einer sozial gerechteren, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen und über die eigene Generation hinaus verantwortungsvoll entscheidenden Gesellschaft.

Wir sind davon überzeugt, dass das gemeinsame Know-How und die Kreativität von Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und ziviler Gesellschaft ein noch kaum ausgeschöpftes Potenzial zur Bewältigung dieser Herausforderungen birgt.

Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt

Als Non-Profit-Projekt verfolgt das „come closer / sustainable designforum” einen Bildungsauftrag und wurde am 1. April 2009 als UN-Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ von der UNESCO für 2009/2010 ausgezeichnet. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Im Jahr 2002 hatten die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen.

In Deutschland steht die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von einem von der Deutschen UNESCO-Komission einberufenen Nationalkomitee unter dem Vorsitz des Erziehungswissenschaftlers Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin) koordiniert.

www.bne-portal.de
www.unesco.de

„Wie viel Begabung und Überstunden werden darauf verschwendet, den neuesten Rasierer mit fünf Klingen in den Markt zu drücken, bis dann der nächste mit sechs oder acht Klingen kommt. Wie kann mehr von dieser Kreativmacht in den Aufbau nachhaltiger Entwicklungs- und Produktionsprozesse fließen?”
Manuela Rottmann, Umweltdezernentin Frankfurt a.M.

Schirmherrschaft

Schirmherrin des „come closer / sustainable designforum” ist Frau Dr. Manuela Rottmann, Stadträtin des Dezernats für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main. Das Grußwort zur Gründung der Initiative im Jahr 2009 geben wir hier ungekürzt wieder:

„Sehr geehrte Damen und Herren, unsere städtischen Klimaschutz-Projekte sind immer noch sehr technisch orientiert, meistens sprechen wir nur den Verstand an, selten Emotionen und Sinne. Deshalb habe ich mich sehr über die Initiative von Frau Schneider und Frau Dollacker gefreut, in einem spannenden Veranstaltungsformat mit Diskussion und Get-Together Experten aus Design, Architektur, Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen, die unterschiedlichste Zugänge zum Thema Nachhaltigkeit haben.

„Green“ ist Trendfarbe. Kreative ersinnen Kampagnen, mit denen Atomstrom als coole Öko-Energie vermarktet wird, in einem Frankfurter Supermarkt begegnete mir neulich gar Ferreros Duplo-Riegel als „Produkt unserer Region“. Von der Entwicklung Frankfurts zu einer „Green City“ verspreche ich mir mehr: einen wirklichen Veränderungsprozess, der auch an die Strukturen geht.

Dabei spielen die Kreativschaffenden vielleicht noch eine größere Rolle als die Banker. Weil sie stärkeren Einfluss auf Lebensstile haben, auf Produkte und Konsum, auf gesellschaftliche Vorstellungen, was erstrebenswert ist und was nicht. Wie viel Begabung und Überstunden werden darauf verschwendet, den neuesten Rasierer mit fünf Klingen in den Markt zu drücken, bis dann der nächste mit sechs oder acht Klingen kommt. Wie kann mehr dieser Kreativmacht in den Aufbau nachhaltiger Entwicklungs- und Produktionsprozesse fließen?

Mit neun Veranstaltungen im Jahr bietet die Reihe „come closer“ die notwendige Kontinuität, um über wichtige Fragen ins Gespräch zu kommen, Handlungsspielräume auszuloten und mehr als nur Zufallskontakte zu knüpfen.

Ich wünsche Ihnen nachhaltigen Erfolg und freue mich auf Ihre Beiträge zur „Green City“.“

designerinnen forum e.V.

Idee und Initiative des „come closer / sustainable designforum” haben ihre Wurzeln im designerinnen forum e.V. Folgerichtig finden die Veranstaltungen in dessen Rahmen statt.

Das international agierende designerinnen forum ist ein Zusammenschluss von Designerinnen verschiedener Sparten. Der Verband steht Gestalterinnen als Kommunikations- und Aktionsplattform offen und bietet ihnen öffentliche Präsentationsmöglichkeiten. Seit seiner Gründung 1992 hat sich das designerinnen forum als wichtiger Impulsgeber in der Designlandschaft etabliert.

www.designerinnen-forum.org

sustainable designforum

Reservierungsformular