Gabriele Seynsche: „Man erlebt nicht,
was man erlebt, sondern wie man was erlebt.”

Gabriele Seynsche: „Der Körper ist nicht nur dazu da,
den Kopf durch die Gegend zu tragen.”

Gabriele Seynsche: „Wir haben verlernt, auf unseren
Körper zu hören, den ‚Bauch mitdenken zu lassen‘.”

„Evolutionäres Design” der auf Verarbeitung und Weiterleitung elektrochemischer Signale spezialisierten Nervenzellen / Neurone.

18.03.2010

Braindesign – Design trifft Mind- und Hirnforschung


# Braindesign

Was / Wann / Wo

Vortrag

18. März 2010

Museum für
Angewandte Kunst
Frankfurt

Überblick

Einstellungen und Haltungen folgen einer holistischen Logik des „embodiment”. Diese ganzheitliche Einbettung unseres „Denkens” in unseren Körper konkret erfahren zu lernen, kann, so Seynsche, als wichtiges Moment einer „education for sustainable development” aufgefasst werden.

Referentin

Gabriele Seynsche, Diplom-Psychologin mit Ausbildung in Klinischer Hypnotherapie (DGH), Neurowissenschaften, Biochemie, Körpersprache und systemischer Aufstellung. Langjährige Führungs-
positionen und Aufgaben in der Personalentwicklung u.a. bei Masterfoods und Leo Burnett. Beraterin für Unternehmen wie Matchbox, Arthur Anderson, Ernst & Young, GGK.

Links

gabriele-seynsche.de
br-alpha/geist-und-gehirn


„Dieser Abend wird Ihr Leben verändern” –
Braindesign in ganzheitlicher Perspektive

Das come closer / sustainable designforum hatte in der Eröffnungsveranstaltung des Jahresprogramms 2010 unter dem doppeldeutigen Titel „Braindesign” eine Begegnung von Design mit Mind- und Hirnforschung versprochen. Die Einführung der Referentin in ihr ganzheitliche Mentaltrainings- und Therapiekonzept „Educate Your Mind” ging beiden Deutungsrichtungen nach. Sie skizzierte im ersten Schritt ein Panorama neurowissenschaftlicher Einsichten in das „evolutionäre Design” unseres Gehirns, um im zweiten Schritt mithilfe dieser Erkenntnisse Fragen der individuellen Lebens- und Persönlichkeitsgestaltung zu beleuchten.

„Man erlebt nicht, was man erlebt, sondern wie man was erlebt”, so Seynsche. Dieses „wie” markiert das formbare Moment des Erfahrens und Erlebens, d.h. den Punkt, an dem wir gestaltend ansetzen können. Gesteigerte Sensibilität für „Haltungen”, „Einstellungen”, „Stimmungen” und „Befindlichkeiten”, für „Gewohnheiten” und „innere Dogmen” eröffnet die entscheidenden Spiel- und Gestaltungsräume bewusster Persönlichkeitsentwicklung. Einstellungen und Haltungen folgen dabei der ganzheitlichen Logik des „embodiment”. Das, was uns Dinge, Menschen und Ereignisse – bewusst oder unbewusst – in bestimmter Weise erleben lässt, ist nicht „im Kopf”, sondern manifestiert und sedimentiert sich in Körper, Gefühl, Affekt, Wahrnehmung und Gedanke.

„Braindesign” in dem von Gabriele Seynsche vorgestellten Sinne hat einen konkreten Bezug zu einem sozial und ökologisch dimensionierten Begriff der „Nachhaltigkeit”: Wenn Gabriele Seynsche darauf hinwies, dass wir verlernt haben, auf unseren Körper zu hören, „den Bauch mitdenken zu lassen”, dann ist diese Form der Selbstentfremdung strukturell derjenigen ähnlich, die die ökologisch entkoppelte Kultur, Politik und Ökonomie der Moderne kennzeichnet.

Ob und wie schnell Gesellschaften ihr Tun und Denken einbetten und rückbinden lernen in ein Ganzes von „mind and body”, von Kultur und Natur, von Ökonomie und Ökologie ist eine Frage, die von vielen Faktoren abhängig ist. Gabriele Seynsche machte klar, dass wir unsere eigene Lebensgestaltung nicht an solche „Megafragen” koppeln sollten. Einen entscheidenden Schritt dorthin können wir nämlich sofort tun: indem wir bewusst die uns gegebene Fähigkeit wiedererlernen, uns selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt ganzheitlich „zu verstehen”.

Vortrag

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