Danke: „Silent Mobility” wurde gemeinsam mit dem
Kompetenz-Zentrum Logistik und Mobilität der
Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH organisiert.
„Speedway”: Das Autobahn- und Fernstraßennetz ist in diesem Verkehrskonzept als gigantischer Linearmotor angelegt.
© Christian Förg, www.lumod.com
„Speedway”: Die Linearmotoren werden unterirdisch verlegt. Damit bleiben „Speedways” auch für konventionelle Fahrzeuge befahrbar. © Christian Förg, www.lumod.com
„Speedway”: Der „Prototyp” des dualen E-Mobils: Links im „flachen”, aerodynamisch günstigen Fernstreckenmodus; rechts im aufgerichteten Stadtverkehrsmodus.
© Christian Förg, www.lumod.com
„Speedway”: Elektromagnetische Wellen treiben die E-Mobile auf den „Speedways” an und laden gleichzeitig deren Batterie.
© Christian Förg, www.lumod.com
Szenario einer Verkehrswelt jenseits des Verbrennungsmotors: Fahrzeuge nähern sich im „Speedway”-Modus der Stadt.
© Christian Förg, www.lumod.com
„Speedway”: Metropolis 3.0 – innerorts fahren die Elekroautos unter Rückgriff auf ihr eigenes Energiereservoir.
© Christian Förg, www.lumod.com
„Speedway”: Innenstädte ohne Parkplatzprobleme: Intelligente Elektromobile steuern fahrerlos einen Parkturm an.
© Christian Förg / www.lumod.com
„Speedway”: Vollautomatisierte Parktürme an der Stadtperipherie.
© Christian Förg, www.lumod.com
22.05.2010
Silent Mobility – Design und Konzepte von Elektromobilität
# Silent Mobility
Was / Wann / Wo
Vortrag / Ausstellung
22. Mai 2010
Museum für
Angewandte Kunst
Frankfurt
Überblick
Wir brauchen nicht nur klimaneutrale Fahrzeuge, sondern auch ein anderes Verständnis von Mobilität. Zukunftsfähige, urbane Mobilität ist eingebettet in flexible, intermodale Verkehrskonzepte, die den problemlosen Wechsel zwischen Bus und Bahn, Elektroauto, Sharingangeboten und Fahrrädern erlauben.
Referenten
Bernd Utesch, Geschäftsführer der ABGnova GmbH
Dipl.-Industriedesigner Christian Förg, Mitbegründer und Geschäftsführer des Münchener Studios für Produktdesign „Lumod”
Kooperationspartner
„Silent Mobility” wurde gemeinsam mit dem Kompetenz-Zentrum Logistik und Mobilität der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH organisiert.
Links
Zum „Frankfurter Modell”:
www.abgnova.de
Zu Lumod und Speedway:
www.lumod.com
www.spiegel.de
Elektromobilität lokal und futuristisch –
Frankfurt am Main und Metropolis 3.0
Bernd Utesch, Geschäftsführer der ABGnova GmbH, stellte in seinem Vortrag den Weg vor, den Frankfurt als „Green City“ bei der Einführung der Elektromobilität zukünftig einschlagen will. Am Beispiel der ersten öffentlichen Ladestation im Frankfurter Parkhaus Börse erläuterte er die Technik des Ladevorganges. Seit dem 17. Februar 2010 kann die Ladestation öffentlich genutzt werden, findet aber bislang nur geringe Resonanz. „Elektromobilität erfordert ein Umdenken bei allen Beteiligten“, so Utesch. Die Privatwirtschaft ermunterte er dazu, auf längerfristiges Return-on-Invest und engagiertes Innovationsmanagement zu bauen. Die Politik könne ihren Teil beitragen durch Förderprogramme für Ladestationen und entsprechend ausgerüstete Autos – was europäische Nachbarländer bereits tun. Und auf seiten der Verbraucher wäre es wundervoll, wenn mit wachsender Problemsensibilisierung auch die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zunähme.
Vielen, wenn nicht den meisten Autofahrern und -fahrerinnen ist eine halbstündige Parkplatzsuche mit Auto lieber als ein Fußweg von 400m. Dieses Ergebnis einer Studie aus Österreich führte Christian Förg in seinem Vortrag an. Der Industriedesigner stellte „Speedway“ vor, ein Mobilitätskonzept für Elektrofahrzeuge.
Ca. 90 Prozent der von uns täglich mit dem Auto zurückgelegten Strecken liegen unter 100 km, errechnete Förg, und damit innerhalb der herkömmlichen Reichweite von Elektroautos. Das statistische Faktum ist trotzdem nicht geeignet, uns zu Anhängern von E-Mobilen zu machen. Denn Reichweite zählt neben Geschwindigkeit und Hubraum zu den basics des Anspruchsprofils privater Mobilität. Was also, wenn größere Strecken zurückgelegt werden müssen oder die pure Vorstellung, es nicht zu können, mich fertigmacht?
Hier greift das Speedway-Konzept: Das Elektroauto bewegt sich in zwei Modi: Erstens im „Stadtmodus” mittels batteriebetriebenem Elektromotor, zum zweiten im „Speedway”-Modus, d.h. auf Autobahnen, die zum externen Linearmotor umgerüstet werden. Deren elektromagnetisches Feld treibt das Fahrzeug an und lädt zugleich dessen Batterie auf. Bei Magnetschwebebahnen kommt dieses Antriebssystem längst zum Einsatz. Dadurch dass der Linearmotor unterirdisch verlegt wird, bleiben umgerüstete Strecken auch für konventionelle Fahrzeuge befahrbar. Förgs Konzept verlangt also keine plötzliche Umstellung, sondern zeigt einen Weg, der die „Generalüberholung eines Schiffes auf offener See” erlaubt.
Vortrag / Ausstellung
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